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Presse Aussendungen

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Donnerstag, 25 Juni 2020

Umweltausschuss fordert von der Bundesregierung, von Tschechien bei der Atommülllagersuche ein Mitspracherecht zu verlangen, denn negative Auswirkungen auf Österreich sind nicht ausgeschlossen.

Donnerstag, 18 Juni 2020

Wie die tschechische Tageszeitung Denik N berichtet, möchte Industrieminister Hawlicek möglichst schnell ein Gesetz zur staatlichen Förderung eines AKW Neubaus ohne Einbindung von Experten durchpeitschen. Andere Ministerien warnen vor einer drohenden Kostenexplosion auf Kosten der Stromkunden, während der Staat und die Investoren praktisch kein Risiko tragen.

 

Donnerstag, 11 Juni 2020

Der Rat der tschechischen Behörde für Atomabfall (SURAO) hat die möglichen Standorte für ein Atommülllager von neun auf vier reduziert. Betroffene Gemeinden sind weitgehend von der Entscheidungsfindung ausgeschlossen. Minister Havlicek wollte Veröffentlichung der vier Standorte verhindern.

Österreichische NGOs kritisieren die intransparente Vorgangsweise der tschechischen Regierung und fordern Unterstützung der tschechischen Gemeinden seitens der österreichischen Bundesregierung.

25 mai 2009

Montag, 25. Mai 2009:
Missbrauch von EU Geldern durch Atomlobby

Im Herbst 2007 wurde das European Nuclear Energy Forum (ENEF) eingerichtet, mit der Zielsetzung, dass alle Aspekte der Atomenergie diskutiert werden sollten. Um die Organisation des Forums haben sich bedeutsamer weise sowohl Tschechien als auch die Slowakei intensiv bemüht. Die Sitzungen finden deshalb halbjährlich abwechselnd in Prag und Bratislava statt. Am 28. und 29. Mai 2009 findet in Prag die vierte Veranstaltung statt.
„ENEF ist aber leider keine objektive Diskussionsplattform, sondern wird einseitig als ein Propagandainstrument zur Förderung der Atomkraft, das mit EU Geldern Finanziert wird, missbraucht. Die Premiers Topolanek und Fico haben das Forum bereits mehrmals zu unqualifizierten Propagandaergüssen für die Atomenergie missbraucht. Eine Diskussion der negativen Aspekte ist unerwünscht“, kritisiert DI Manfred Doppler vom Anti Atom Komitee die Veranstalter.
Bereits im Vorfeld des nächsten Treffens am 28.und 29. Mai zeigt sich abermals, dass seitens der Organisatoren keinerlei Interesse an einer ausgewogenen Diskussion besteht und ENEF weiter als Instrument zur Förderung der Atomrenaissance in der EU missbraucht wird.
„ Wir fordern daher von der Europäischen Kommission, dass derart missbräuchliche Zahlungen seitens der EU unverzüglich eingestellt werden“, so Manfred Doppler anschließend.

Als Gipfel der Unverfrorenheit werden der tschechische Temelinbetreiber CEZ und die slowakische Firma JAVYS den Vertrag über die Zusammenarbeit beim Bau des slowakischen AKW Bohunice just bei diesem Forum unterzeichnen. 

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