20 Jahre nach Tschernobyl
20 Jahre nach Tschernobyl
Am 26. April 1986 um 1:23:44 Uhr ereignete sich der bisher größte Unfall in der Geschichte der Atomindustrie. Der Reaktor 4 im Atomkraftwerk von Tschernobyl war explodiert. Was nie hätte eintreten dürfen, von der Atomlobby immer als unmöglich bezeichnet wurde, war passiert. Der Super-GAU war Realität. Die Stadt Pripyat ist heute eine Geisterstadt – für Jahrhunderte. Eine Stadt, in der nur mehr der Geigerzähler das Sagen hat.
20 Jahre danach ist die Lage sehr Bedrohlich: Borsäure zerfrisst Reaktor II in Temelín
Mitte April veröffentlichten die Südböhmischen Mütter und die Bürgerinitiative Umweltschutz, unsere tschechischen Partnerorganisationen, in einer Pressekonferenz in Budweis erschreckende Bilder aus dem AKW Temelin. Der Pressesprecher des AKW, Milan Nebesar, musste auf Anfrage der Journalisten zähneknirschend
zugeben, dass er selber diese Fotos nicht gekannt hat und diese tatsächlich aus „seinem“ AKW stammen. Diese ostschäden werden durch die Borsäure verursacht, die beim Störfall am 27. Mai 2005 aus dem radioaktiven Primärkreislauf ausgetreten ist.
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Infoflyer "20 Jahre Tschernobyl - Wunden heilen langsam"
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Infoflyer "Bedrohlich: Borsäure zerfrisst Reaktor II in Temelín"
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| Die Bilder zeigen teils massive Schäden am Deckel und an den Flanschschrauben des Reaktorbehälters im Block 2, die äußerst wichtige Bestandteile der zweiten Schutzbarriere darstellen. | |
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