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Presse Aussendungen

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Donnerstag, 14 Dezember 2023

Die Klimakonferenz in Dubai ist zu Ende gegangen und am Ende konnte man sich doch noch einigen. Während das Ergebnis von einem Teil als „historisch“ bezeichnet wird, für andere geht es nicht weit genug und ein weiterer Teil fühlt sich überhaupt übergangen. Bei einem Kompromiss mag das so sein. Wie viel von allem umgesetzt werden wird und wie viele Schlupflöcher sich auftun werden, steht sowieso in den Sternen und das Fazit seit dem Pariser Abkommen 2015 dürfte ohnehin ernüchternd ausgefallen sein. Als wirklich verstörend und unverständlich wurde vom Anti Atom Komitee in Freistadt allerdings aufgenommen, dass neben einer geplanten Verdopplung der Effizienz und einer Verdreifachung der Erneuerbaren Energien bis 2030 auch die Förderung der Atomenergie auf dem Programm steht.  

Mittwoch, 06 Dezember 2023

Nur dass sich auch die Vertreter von rund 20 Staaten, darunter 11 EU-Länder, angeschlossen haben, konnte die Meldung, eine Verdreifachung der Atomenergie wäre zur Erreichung der Klimaneutralität notwendig, noch an Aberwitz übertreffen. Der Sinn dahinter ist nicht das Erreichen der Klimaziele, das wäre gar nicht möglich, sondern der Erhalt von Fördergeldern, ist man sich beim Anti Atom Komitee in Freistadt sicher.

 

Freitag, 03 November 2023

Vor 45 Jahren, am 5. November 1978 wurde mit einer denkbar knappen Mehrheit von 50,47 % gegen die Inbetriebnahme von Zwentendorf gestimmt. Das bereits fertig gebaute Kraftwerk ging nie in Betrieb und weitere geplante Atomkraftwerke wurden erst gar nicht gebaut. 
Angesichts vielfältiger Energiediskussionen betont das Anti Atom Komitee daher die ungebrochene Wichtigkeit von Information und Bewusstseinsbildung zur Atomenergie in der österreichischen Jugend.

Aktuelles

Mittwoch, 06 Dezember 2023

COP28 – Oder wie verrückt darf man sein?


Nur dass sich auch die Vertreter von rund 20 Staaten, darunter 11 EU-Länder, angeschlossen haben, konnte die Meldung, eine Verdreifachung der Atomenergie wäre zur Erreichung der Klimaneutralität notwendig, noch an Aberwitz übertreffen. Der Sinn dahinter ist nicht das Erreichen der Klimaziele, das wäre gar nicht möglich, sondern der Erhalt von Fördergeldern, ist man sich beim Anti Atom Komitee in Freistadt sicher.

 

Erstens dauert der Bau eines AKWs mindestens 10 Jahre wir brauchen aber erneuerbare Energie, die so rasch wie möglich zur Verfügung steht. – Die vielgepriesenen SMR müssten gar erst noch entwickelt werden. Mit einem Prozentanteil etwa 2%, den die Atomenergie insgesamt nur ausmacht, kann auch eine Verdreifachung nichts zur Energiewende und zum Klimaschutz beitragen.

Zweitens gibt es in vielen Ländern viele überaltete und immer gefährlichere Reaktoren, die nur mit ständig neuen Laufzeitverlängerungen und Optimismus am Laufen gehalten werden. Vielleicht sollten diese zuerst stillgelegt werden, bevor überhaupt darüber nachgedacht wird, zusätzliche Atomkraftwerke zu bauen.

Drittens soll die Energie auch günstig sein und Atomenergie ist die bei weitem teuerste Methode, Strom zu erzeugen. Nicht nur, dass beim Bau eines AKWs regelmäßig die Kosten um ein Vielfaches überschritten werden, die AKWs müssen auch irgendwann wieder abgebaut werden und dann bleibt auch noch das ungelöste Problem mit dem Atommüll, auch wenn während der gesamten Betriebszeit nicht viel passiert ist. Ein AKW rechnet sich nur, und das auch nur für den Betreiber, wenn der Staat haftet. Es fließt immer Steuergeld. Die Sonne andererseits scheint gratis.

Viertens ist der Vorrat an Uran auf der Erde genauso begrenzt wie der anderer Rohstoffe auch. Es kommt zwar in Spuren praktisch überall vor, es gibt aber nur wenige Orte, wo sich ein Abbau rechnet.
„Es gibt nur wenige Firmen, die das mit oft nicht ganz moralisch einwandfreien Mitteln tun, und ihre Interessen auch mit dem Einsatz von Söldnern durchsetzen. Die Abhängigkeiten, die entstehen reichen aus, dass hier exemplarisch Russland nicht sanktioniert wird, sondern Brennstäbe von dort hochoffiziell überall hin geliefert werden können“ betonen Manfred Doppler und Gerold Wagner vom Anti Atom Komitee.

Fünftens ist die Aussage, dass AKWs CO2-neutral wären, schlichtweg falsch. Allein der Abbau von Uran verschlingt einen hohen Prozentsatz der Energie, die im AKW später wieder gewonnen werden soll. Zurück bleiben dabei außerdem riesige Halden an radioaktivem Abraum und Unmengen an Chemie – und das CO2, das beim Abbau entstanden ist.

Sechstens wird auch das Wasser knapp und AKWs gehören zu den größten Wasserverbrauchern.
„Wenn Präsident Macron seine Landsleute aufruft, Wasser zu sparen und gleichzeitig den Ausbau der Atomkraft in großem Stil propagiert, ist das mehr als sarkastisch“, kritisiert Gerold Wagner und Manfred Doppler ergänzt: „Bereits jetzt müssen immer wieder die AKWs ihre Leistung drosseln, weil nicht genug Wasser zur Verfügung steht oder sich ein Fluss zu stark erwärmt hat.“
Wenn Frankreich groß ankündigt, jedes Jahr irgendwo ein AKW hinstellen zu wollen, braucht man sich nur die AKW Baustelle in Flamanville anschauen. Dort wird seit 2007 an einem dritten Reaktor herumgebaut, die ursprünglichen Kosten haben sich seither ungefähr versechsfacht.

 


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