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Presse Aussendungen

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Dienstag, 15 Juni 2021

Medienberichten zufolge soll es im chinesischen AKW Taishan zu einem möglicherweise schwerem Zwischenfall gekommen sein. Experten befürchten Austritt von radioaktiven Edelgasen aus undichten Brennelementen. Die österreichische Bundesregierung muss hier völlige Aufklärung einfordern.

Freitag, 14 Mai 2021

Die ursprünglich angesetzten Baukosten für den Bau des fünften Blockes sind bereits auf 200 Milliarden Kronen korrigiert worden– und diese werden weiter steigen. Die Problematik der Endlagerung noch gar nicht mitberücksichtigt. Die österreichische Bundesregierung muss die tschechische Regierung vom Ausbau der Erneuerbaren Energieträger überzeugen und verhindern, dass österreichische Steuermittel über EU Förderungen in den Ausbau der Atomenergie fließen, fordert das Anti Atom Komitee.

Mittwoch, 21 April 2021

Freistadt (OTS) - Am 26.4.1986 um 1:23:44 kam es im sowjetischen Atomkraftwerk Tschernobyl zur bisher größten Atomkatastrophe in der Geschichte. Durch eine Reihe von teilweise kriminellen Aktivitäten geriet Reaktor 4 völlig außer Kontrolle. Eine unkontrollierbare Kettenreaktion setzte ein, zerstörte den Reaktor und setzte Unmengen von Radioaktivität in die Umwelt frei und die Geschichte ist auch heute nicht zu Ende!

Was war passiert?

Aktuelles

Freitag, 14 Mai 2021

Ausbau AKW Dukovany, eine Geschichte mit unschätzbaren Kosten - …und Österreich zahlt mit!


Die ursprünglich angesetzten Baukosten für den Bau des fünften Blockes sind bereits auf 200 Milliarden Kronen korrigiert worden– und diese werden weiter steigen. Die Problematik der Endlagerung noch gar nicht mitberücksichtigt. Die österreichische Bundesregierung muss die tschechische Regierung vom Ausbau der Erneuerbaren Energieträger überzeugen und verhindern, dass österreichische Steuermittel über EU Förderungen in den Ausbau der Atomenergie fließen, fordert das Anti Atom Komitee.

Im Jänner rechnete das tschechische Umweltministerium noch mit Baukosten von 150 Milliarden Kronen, nun rechnet man bereits mit 200 Milliarden Kronen. Diese Kosten sollen laut Industrieminister Hawlicek durch staatliche Kredite abgedeckt und somit die Steuerzahler in Folge kräftig zur Kasse gebeten werden.

Die 200 Milliarden sind aber immer noch eine zu niedrige Abschätzung, der durchschnittliche Preis des Reaktors mit einer Leistung von 1.200 MW bewegt sich gegen 225 Milliarden Kronen ohne Miteinberechnung des Preises der Finanzierung und ohne die Mehrkosten bei den absehbaren Projektverzögerungen“, sind sich Manfred Doppler und Sandra Wagner vom Anti Atom Komitee sicher.

Selbst das tschechische Sozialministerium und das Außenministerium kritisieren, dass die Kostenkalkulationen für den Ausbau „unrealistisch niedrig“ sind, da sie in keiner Weise den Erfahrungen anderer Länder entsprechen. Bei keinem Atomprojekt weltweit konnten die veranschlagten Kosten auch nur annähernd eingehalten werden, so das Außenministerium.

„Auch bei drei in Europa im Bau befindlichen Atomkraftwerken (Finnland, Frankreich und die Slowakei) ist die wirkliche Bauzeit 3-4mal länger und Kosten2-4mal höher als in den Projekteplanungen vorgesehen. Die ausufernden Kosten werden sich früher oder später auch auf die Strompreise auswirken und somit wird die Bevölkerung den hohen Preis für den Ausbau bezahlen müssen“, ergänzt Manfred Doppler.

Aber auch das Ausschreibeverfahren ist problematisch und verzögert sich immer weiter. Die tschechische Regierung schloss die Bewerber aus Russland und China aus dem Verfahren aus. Somit dürften nur Frankreich mit EdF, Amerika mit Westinghouse und Südkorea mit KHNP teilnehmen.  Der Vertrag mit den ausgewählten Lieferanten soll im Jahre 2024 unterzeichnet werden. 

„Das Anti Atom Komitee fordert die österreichische Bundesregierung mit Umweltministerin Eleonore Gewessler auf, den Ausbau Dukovany unbedingt zu stoppen. Statt Unsummen  in den Ausbau von Dukovany zu pumpen, die enormen Kosten für ein geplantes Endlager gar nicht mit eingerechnet, könnten die Milliarden von Kronen in erneuerbare Energieträger fliesen. Tschechien könnte damit auch die EU-Anforderungen für das Jahr 2030, die Kohleabhängigkeit zu stoppen und den erneuerbaren Stromanteil entsprechend zu erhöhen, problemlos erfüllen, ohne zusätzliches Gefahrenpotential. Da auch österreichische Steuergelder über Fördergelder der EU nach Tschechien fließen, ist nicht auszuschließen, dass Österreich den Ausbau von Dukovany mitfinanziert und das ist völlig inakzeptabel“, so Manfred Doppler und Sandra Wagner abschließend.


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