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Presse Aussendungen

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Freitag, 29 Januar 2021

Der walisische AKW Betreiber Horizon Nuclear Power hat seinen Antrag auf den Bau eines AKWs auf der britischen Halbinsel Wales zurückgezogen. Hauptgründe waren die unsichere Finanzierung des Projekts und der damit verbundene Ausstieg des japanischen Konzerns Hitachi. Atomgegner begrüßen neuerlichen Rückschlag der Atomlobby.

Donnerstag, 07 Januar 2021

Tschechien zahlte 60 Millionen Kronen an über 50 Gemeinden, die von der bisherigen Atommülllagersuche betroffen waren. Weitere Millionen sollen für die vier jetzt ausgewählten folgen. Viele Bürgermeister bezeichnen das als Bestechung und wollten das Geld nicht. Unsere Bundesregierung muss tschechische Gemeinden unterstützen, fordert das Anti Atom Komitee.

Aktuelles

Sonntag, 27 September 2020

Strom für Norwegens E-Autos am dreckigsten – nur 9% Ökostrom


Obwohl Norwegen kein Atomkraftwerk besitzt und 95% des Stroms aus Wasserkraft erzeugt sind die norwegischen E-Autos mit nur 9% Ökostrom unterwegs. Der Rest ist Fossil- oder Atomstrom. Der Grund ist der Ausverkauf norwegischer Wasserkraftzertifikate – auch nach Österreich.

Während in Österreich nur 4,3% der Neuanmeldungen E – Autos sind kommen die Norweger auf satte 46,6%. Damit ist Norwegen der Spitzenreiter bei E- Autos in Europa. (Quelle:VCÖ)

„Wir brauchen aber nicht neidisch auf Norwegen zu sein, denn diese Autos sind mit einem sehr dreckigen Strom unterwegs, denn die Norweger haben nur mehr 9% Ökostrom aus Wasserkraft, aber über 50% Fossilstrom und fast 40% Atomstrom“, erklärt Manfred Doppler vom Anti Atom Komitee. (siehe Grafik)

Quelle:NVE2019

Der Grund ist eine Richtlinie der EU, nach der Strom und Herkunftszertifikate getrennt voneinander gehandelt werden können. Die Norweger nutzen diese Möglichkeit in großem Stil und verkaufen ihre Wasserkraftzertifikate ins Ausland, auch nach Österreich. Stromhändler in Österreich kaufen diese Zertifikate und zertifizieren damit ihren Strom, den sie bei europäischen Atomstromproduzenten einkaufen. Fast 15% des Stromverbrauchs in Österreich ist Importstrom aus Deutschland und Tschechien und damit auch aus Temelin und anderen Atomkraftwerken!

„Diese Richtlinie ermöglicht es den Stromhändlern, aus Atomstrom Ökostrom zu machen, indem sie das Wasserkraftzertifikat quasi auf den Atomstrom „kleben“, den sie dann den Österreichern als Ökostrom verkaufen, obwohl das Geld der Stromkunden direkt oder indirekt auf dem Konto eines Atomkraftwerkbetreibers landet“, betont Manfred Doppler und er fordert abschließend von der Bundesregierung: „Dieses greenwashing von Atomstrom ist eine glatte Irreführung der Stromkunden und der getrennte Handel von Strom und Zertifikaten muss daher im Sinne der Ehrlichkeit gegenüber den Stromkunden eingestellt werden!“


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