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Presse Aussendungen

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Dienstag, 12 Oktober 2021

Das Geld der ÖsterreicherInnen fließt nach wie vor auch an Atomstromproduzenten. Auch nach Tschechien! Das Anti Atom Komitee fordert Offenlegung des Stromhandels und Beendigung der Irreführung der Stromkonsumenten durch Novelle der Stromkennzeichnung . 

Dienstag, 15 Juni 2021

Medienberichten zufolge soll es im chinesischen AKW Taishan zu einem möglicherweise schwerem Zwischenfall gekommen sein. Experten befürchten Austritt von radioaktiven Edelgasen aus undichten Brennelementen. Die österreichische Bundesregierung muss hier völlige Aufklärung einfordern.

Freitag, 14 Mai 2021

Die ursprünglich angesetzten Baukosten für den Bau des fünften Blockes sind bereits auf 200 Milliarden Kronen korrigiert worden– und diese werden weiter steigen. Die Problematik der Endlagerung noch gar nicht mitberücksichtigt. Die österreichische Bundesregierung muss die tschechische Regierung vom Ausbau der Erneuerbaren Energieträger überzeugen und verhindern, dass österreichische Steuermittel über EU Förderungen in den Ausbau der Atomenergie fließen, fordert das Anti Atom Komitee.

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Dienstag, 26 April 2016

Gedenkveranstaltung im Salzhof in Freistadt


Vor 30 Jahren war Tschernobyl! - Was tun wir, wenn gestern Temelin war?

Unter diesem Motto gedachte das Anti Atom Komitee – unterstützt von den Pfadfindern Freistadt und zahlreichen Gästen – der 10.000en Opfer und versuchte gemeinsam mit Wissenschaftern, der Bezirkshauptmannschaft Freistadt und den Blaulichtorganisationen Antwort auf die Frage zu finden: „Was tun wir, wenn gestern Temelin war?”

Die Pfadfinder Freistadt enzündeten fast 400 Kerzen in Form des Radioaktivitätszeichens und sorgten damit
für eine Stimmung, die nachdenklich macht!

Am 26.4.1986 um 1:23:44 kam es im sowjetischen Atomkraftwerk Tschernobyl zur bisher größten Atomkatastrophe in der Geschichte. Durch eine Kette von teilweise kriminellen Aktivitäten geriet Reaktor 4 völlig außer Kontrolle und erreicht das 100-fache seiner Leistung. Eine unkontrollierbare Kettenreaktion setzte ein, zerstörte den Reaktor und setzte Unmengen von Radioaktivität in die Umwelt frei.

Das Anti Atom Komitee gedachte am 25.4.2016 den unzähligen Opfern dieser Katastrophe zu der weit über 150 Zuhörer gekommen waren.

„Wir wollten mit dieser Veranstaltung darauf aufmerksam machen, dass es im Falle eines ähnlich schweren Unfalles im AKW Temelin oder in einem anderen grenznahen AKW zu chaosartigen Zuständen kommen würde und wie damit umgegangen werden würde“, so Manfred Doppler vom Anti Atom Komitee.

Nach der Begrüßung durch Obmann Alfred Klepatsch, betonten auch die beiden Landtagspräsidenten

KommR Viktor Sigl und DI Adalbert Cramer die Wichtigkeit der Anti Atom Organisationen und deren unermüdliche Aktivitäten.

Auch der Risikoforscher Univ. Prof. Dr. Wolfgang Kromp betonte in seinem Impulsreferat: „Die AKW Betreiber müssen jetzt zugeben, dass ein schwerer Unfall jederzeit möglich ist, aber die Konsequenzen daraus auf die Allgemeinheit abwälzen. Das ist ein Skandal der keinesfalls akzeptabel ist, aber die meisten Regierungen lassen dies zu. Man nimmt in Kauf, dass im Falle einer atomaren Katastrophe Panik in der Bevölkerung ausbricht, weil keinerlei Vorsorge getroffen wurde.“

Auch der Physiker und Meteorologe Dr. Aron Vrtala schlug in dieselbe Kerbe und wies darauf hin, dass die Verseuchung bei einem schweren Unfall in einem grenznahen Atomkraftwerk maßgeblich von den Witterungsverhältnissen abhängig ist und daher Vorgangsweisen über einen längeren Zeitraum kaum oder nicht planbar sind.

Manfred Doppler vom Anti Atom Komitee moderierte die anschließende Diskussion mit den Blaulichtorganisationen wie Rotes Kreuz, Polizei und Feuerwehr,  und es wurde deutlich, dass es für solche Situationen zwar Einsatzpläne gibt, im Ernstfall aber keinesfalls sichergestellt ist, dass diese Pläne auch wirklich funktionieren, wenn Chaos und Panik vorherrschen.

„Angesichts derartiger Aussichten fordert das Anti Atom Komitee Kanzler Faymann und Umweltminister Rupprechter erneut und eindringlich auf, Laufzeitverlängerungen für grenznahe AKWs entschieden abzulehnen, weil auch Umweltverträglichkeitsprüfungen kein mehr an Sicherheit bringen, wir die jüngsten UVPs drastisch bewiesen haben“, so Manfred Doppler weiter.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Markus Lindner und seiner Trommlergruppe.

Als würdigen Abschluss entzündeten die Pfadfinder Freistadt fast 400 Kerzen in Form eines Radioaktivitätssymboles als Zeichen des Gedenkens an die unzähligen Opfer der Katastrophe von Tschernobyl.

Mehr Bilder dazu in unserer Galerie


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