Categories: Presse
      Date: Freitag, 15 Juni 2012
     Title: Anti Atom Komitee fordert klare Aussage von BM Mitterlehner beim EU Gipfel
Beim morgigen Treffen der Energieminister in Luxenburg steht auch die Forderung von vier EU Ländern auf der Tagesordnung, Atomenergie den erneuerbaren Energieträgern gleichzustellen. Das Anti Atom Komitee fordert, wie zahlreiche Umweltorganisationen, eine klare Absage von Bundesminister Mitterlehner an dieses unverfrorene Ansinnen der Atomlobby.

"Wie hemmungslos die Atomlobby ihre Lügen verbreitet, zeigt sich an der Forderung von Tschechien, Polen, England und Frankreich Atomenergie den erneuerbaren Energieträgern gleichzustellen, mit dem allseits als unwahr bekannten Argument, Atomenergie sei klimaneutral", so Manfred Doppler vom Anti Atom Komitee.

Damit wird versucht, Förderungen aus Steuermittel für den Neubau von Atomkraftwerken zu ermöglichen und das Wettbewerbsrecht der EU auszuhebeln.

Was steckt dahinter:

In Frankreich und England steht der Ersatz zahlreicher veralteter AKWs an, Tschechien möchte Temelin ausbauen, um den Stromexport noch zu steigern und Polen denkt an den Einstieg in die Atomenergie. Damit wird mit dieser Forderung deutlich, dass Atomkraftwerke nicht wirtschaftlich, nicht ohne Gelder aus Steuermitteln errichtet werden können.

"Für Bundesminister Mitterlehner darf es zu diesem Ansinnen beim morgigen Treffen der Energieminister nur ein klares NEIN geben und er muss gegen diesen unverschämten Vorstoß stimmen", fordert Manfred Doppler und ergänzt abschließend: "Eine Stimmenthaltung aus diplomatischen Gründen ist keinesfalls akzeptabel, Herr Minister!"

Rückfragehinweis: DI Manfred Doppler Tel.: 0664 4505 015