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Presse Aussendungen

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Donnerstag, 25 Juni 2020

Umweltausschuss fordert von der Bundesregierung, von Tschechien bei der Atommülllagersuche ein Mitspracherecht zu verlangen, denn negative Auswirkungen auf Österreich sind nicht ausgeschlossen.

Donnerstag, 18 Juni 2020

Wie die tschechische Tageszeitung Denik N berichtet, möchte Industrieminister Hawlicek möglichst schnell ein Gesetz zur staatlichen Förderung eines AKW Neubaus ohne Einbindung von Experten durchpeitschen. Andere Ministerien warnen vor einer drohenden Kostenexplosion auf Kosten der Stromkunden, während der Staat und die Investoren praktisch kein Risiko tragen.

 

Donnerstag, 11 Juni 2020

Der Rat der tschechischen Behörde für Atomabfall (SURAO) hat die möglichen Standorte für ein Atommülllager von neun auf vier reduziert. Betroffene Gemeinden sind weitgehend von der Entscheidungsfindung ausgeschlossen. Minister Havlicek wollte Veröffentlichung der vier Standorte verhindern.

Österreichische NGOs kritisieren die intransparente Vorgangsweise der tschechischen Regierung und fordern Unterstützung der tschechischen Gemeinden seitens der österreichischen Bundesregierung.

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Montag, 27 April 2020

Feedback an die EU-Kommission


Die EU-Kommission plant im Rahmen der Umsetzung des „Green deals“ bis 2030 neue Bewertungen von Investitionen. In diesem Zusammenhang soll auch bewertet werden, ob Atomenergie als nachhaltig bezeichnet wird oder nicht. 

Sustainable finance – EU classification system for green investments

Wir haben dazu ein feedback an die EU-Kommission geschickt, das in diese Bewertung einfließen sollte!

Technical expert group on sustainable finance (TEG)

Im Bericht der TEG wurde klar festgestellt, auch in Bezug auf Atomenergie, dass sie keinen nachhaltigen Weg zur Entsorgung nuklearer Abfälle sehen können. Da einige Mitgliedstaaten und einige Vertreter der Industrie ihre Bemühungen fortsetzen, Atomkraft zumindest als Übergangstechnologie einzubeziehen, müssen wir einige Argumente, insbesondere die Entsorgung nuklearer Abfälle beleuchten, bei denen wir die Ansicht der TEG-Experten teilen, dass hochgradig radioaktive Abfälle nicht kompatibel sind mit der Erfüllung von Nachhaltigkeitszielen!

Weltweit kein Endlager

Nach 60 Jahren kommerziellen Betriebs von Kernkraftwerken ist weltweit kein einziges Endlager für abgebrannte Brennelemente und andere hochgradige Abfälle in Betrieb. Auch die Argumentation, dass Experten der Meinung sind, dass Tieflager am besten seien und Forschung und Entwicklung sehr weit gediehen seien, hat keinen faktische Bedeutung und entspricht nicht der Realität. Darüber hinaus scheint es in manchen Ländern eine Entwicklung zu geben, nach der nicht der Sicherheitsaspekt, sondern die Durchsetzbarkeit von Standorten im Vordergrund steht.

Atomenergie ist nicht emissionsfrei, ja nicht einmal CO2 arm!

Spezifische CO2 Emissionen (Grundszenario) von Referenzatomkraftwerken.

Bei einem angenommenen Urangehalt von 0,1% im Erz produziert ein Atomkraftwerk fast 120 g CO2 /KWh.  Bei Uran aus Weicherz mit einem Urangehalt von 0,05% als aktueller globaler Mittelwert, steigt die CO2 Emission auf 170g CO2 /KWh.

Atomenergie kann keinen Beitrag zum weltweiten Klimaschutz leisten

Der Klimawandel ein globales Geschehen, und daher ist von primärer Bedeutung, welchen Stellenwert die Atomenergie für die globale Energieproduktion hat.

Der Anteil von Atomstrom an der Weltstromproduktion beträgt nur ca. 10 Prozent, und damit tragen Atomkraftwerke nur etwa 2 Prozent !! zur Weltenergieproduktion bei. Allein diese Zahlen machen deutlich, dass Atomkraft nicht im Geringsten einen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann. 

Aber für diese 2% der Weltenergieproduktion verseuchen wir Teile unseres Planeten für Jahrhunderte und schaffen mit der ungelösten Frage der Endlagerung von Atommüll eine Erblast für die nächsten 800.000 Jahre!

Langfristige und weltweite Auswirkungen von Atomunfällen 

Tschernobyl

Die Waldbrände rund um das Atomkraftwerk in Tschernobyl, in dem am 26. April 1986 Reaktor 4 explodiert war, machen deutlich, dass die Gefahr einer neuerlichen Verseuchung Europas noch immer besteht.

Große Mengen an radioaktivem Cäsium 137 und Strontium 90, die bei der Atomkatastrophe freigesetzt wurden, sind in Bäumen gespeichert. Fast 50 % dieser Stoffe werden beim Verbrennen wieder freigesetzt, durch die Hitze in hohe Luftschichten transportiert und bis nach Europa verfrachtet.

Die enormen Mengen an radioaktivem Material, die noch immer im Inneren des zerstörten Reaktors 4, im sogenannten Elefantenfuß, vorhanden sind haben das Potential eines neuerlichen Super-GAUs, der der Katastrophe von 1986 um nichts nachsteht.

Fukushima

Der Unfall in Fukushima 2011 ist immer noch nicht unter Kontrolle, nicht einmal Roboter können in dieser Umgebung arbeiten, um mit der Reinigung zu beginnen. Die Kontamination der Umwelt ist nach wie vor alltäglich, Tanks sind undicht und das radioaktive Wasser gelangt nach wie vor in die Umwelt! Dieses Wasser enthält nicht nur das radioaktive Isotop Tritium, sondern auch langlebige Isotope wie Cäsium-137, Strontium-90 und andere. Die japanische Regierung plant nun, dieses Wasser ins Meer abzuleiten!

Diese Fakten belegen, dass Atomenergie in der EU-Taxonomie keinesfalls weder als nachhaltig bezeichnet noch, nach 60 Jahren, als Übergangstechnologie gesehen werden.

 

Manfred Doppler, Anti Atom Komitee

Freistadt, am 27.4.2020

 

https://ec.europa.eu/info/law/better-regulation/have-your-say/initiatives/12302-Climate-change-mitigation-and-adaptation-taxonomy/feedback?p_id=7646923

 


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